
Schritt 1: Einsatzprofil und Bedarf klären
Erfassen Sie Ihren Fuhrpark: Anzahl und Typ der E-LKW (heute und geplant), tägliche Fahrleistung, Stand- und Ladefenster. Daraus ergibt sich der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf — die Grundlage für alles Weitere.
Schritt 2: Standort und Netzanschluss prüfen
Klären Sie früh, welche Anschlussleistung am Standort verfügbar ist, welche Reserven der vorhandene Trafo hat und welcher Ausbau nötig wäre. Der Netzanschluss ist meist der kritische Pfad — sowohl zeitlich als auch finanziell.
Schritt 3: Lastgang analysieren und Lastmanagement planen
Selten müssen alle Fahrzeuge gleichzeitig mit voller Leistung laden. Ein Lastmanagement verteilt die Ladevorgänge und kappt Spitzen. Das senkt die benötigte Netzanschlussleistung — und damit Investition und Betriebskosten.
Schritt 4: Ladepunkte und Ladeleistung dimensionieren
Legen Sie Anzahl, Position und Leistung der Ladepunkte fest. DC-Schnellladen ab 50 kW deckt den Depotbetrieb ab; für den Fernverkehr ist perspektivisch das Megawatt Charging System (MCS) relevant. Wichtig: nicht nach Maximum, sondern nach Bedarf dimensionieren.
Schritt 5: Speicher und Eigenstrom prüfen
Ein Batteriespeicher kann Lastspitzen kappen und Eigenstrom aus PV integrieren. Ob er sich lohnt, ist eine Rechenfrage — abhängig von Lastgang, Netzentgelten und PV-Potenzial.
Schritt 6: Wirtschaftlichkeit und Tragfähigkeit rechnen
Stellen Sie Investition, mögliche Förderung, Netzanschluss- und Betriebskosten den Einsparungen gegenüber. Erst diese Betrachtung zeigt, ob und wann sich das Projekt trägt.
Schritt 7: Förderung einordnen und Antrag vorbereiten
Prüfen Sie, welcher Förderaufruf passt und welche Bedingungen gelten (z. B. erneuerbarer Ladestrom, Mindestladeleistung). Beachten Sie: Planung und Genehmigung sind in der aktuellen BMV-Förderung nicht förderfähig. In der Regel muss der Förderantrag zudem vor dem Vorhabenbeginn — also vor Abschluss eines der Umsetzung zuzurechnenden Liefer- oder Leistungsvertrags — gestellt werden; maßgeblich ist die Definition im jeweiligen Förderaufruf (PtJ).

Häufige Fehler — und wie Sie sie vermeiden
- ✓Hardware vor Netzanschluss bestellen → erst Anschluss klären.
- ✓Auf Maximalleistung auslegen → Lastmanagement spart Anschlussleistung und Geld.
- ✓Verträge vor Antragstellung schließen → gefährdet die Förderung.
- ✓Speicher „weil förderfähig" → nur einbauen, wo er sich rechnet.
Häufige Fragen
Ab welcher Ladeleistung lohnt sich Lastmanagement?
Sobald mehrere Ladepunkte parallel laufen oder der Netzanschluss begrenzt ist — also fast immer im Depotbetrieb.
Wie lange dauert ein Netzanschluss?
Sehr unterschiedlich; deshalb gehört die Netzanschlussklärung an den Anfang, nicht ans Ende.
Brauche ich für die Förderung erneuerbaren Strom?
Bei den nicht-öffentlichen Aufrufen ja — durchgehend. Maßgeblich ist der jeweilige Förderaufruf (PtJ); kein Rechtsanspruch. Stand: 20.06.2026.
Weiterführend: die Landingpage „E-LKW-Ladeinfrastruktur (BMV-Förderung)" mit kostenlosem Standort-Check sowie unser Blogbeitrag „BMV-Förderung für E-LKW-Ladeinfrastruktur 2026".
Häufige Fragen
- Ab welcher Ladeleistung lohnt sich Lastmanagement?
- Sobald mehrere Ladepunkte parallel laufen oder der Netzanschluss begrenzt ist — also fast immer im Depotbetrieb.
- Wie lange dauert ein Netzanschluss?
- Sehr unterschiedlich; deshalb gehört die Netzanschlussklärung an den Anfang, nicht ans Ende.
- Brauche ich für die Förderung erneuerbaren Strom?
- Bei den nicht-öffentlichen Aufrufen ja — durchgehend. Maßgeblich ist der jeweilige Förderaufruf (PtJ); kein Rechtsanspruch. Stand: 20.06.2026.
