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iSFP oder Energieberatung? Der Vergleich für Ihre Sanierung

Ob individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) oder punktuelle Energieberatung das Richtige ist, hängt von Ihrem Ziel ab. Wir vergleichen beide Wege und erklären den iSFP-Förderbonus von 5 Prozentpunkten.

Von Jan Brinkmann, zuletzt aktualisiert am
Stand: KW 26/2026

iSFP und Energieberatung sind kein Entweder-oder

Zunächst die wichtigste Einordnung: Der individuelle Sanierungsfahrplan ist eine Energieberatung — nämlich die geförderte Energieberatung für Wohngebäude (EBW) in ihrer ausführlichsten Form, dokumentiert in einem standardisierten Fahrplan. Wenn Sie „iSFP oder Energieberatung" gegeneinander abwägen, geht es eigentlich um die Frage: Brauche ich den vollständigen, geförderten Sanierungsfahrplan — oder reicht mir eine punktuelle Beratung?

Was ist der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Der iSFP ist ein von der dena standardisiertes Beratungsdokument. Ein zugelassener Energie-Effizienz-Experte begeht Ihr Gebäude, nimmt den Ist-Zustand auf und entwickelt einen aufeinander abgestimmten Maßnahmenplan — vom Dach über die Fassade bis zur Heizung. Sie erhalten:

  • eine verständliche Zustandsanalyse Ihres Gebäudes,
  • einen zeitlich gestaffelten Sanierungsfahrplan (Schritt für Schritt oder Gesamtsanierung),
  • eine Einschätzung von Kosten, Energieeinsparung und Förderung je Maßnahme.

Tiefer steigen wir im eigenen Ratgeber Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) ein.

Was leistet eine „normale" Energieberatung?

Eine Energieberatung ohne Fahrplan-Dokument beantwortet gezielt einzelne Fragen: Lohnt sich eine Wärmepumpe? Ist meine Dämmung sinnvoll? Welche Förderung gibt es für den Heizungstausch? Sie ist schneller und günstiger, liefert aber keinen förderwirksamen, langfristigen Gesamtplan.

Für den Einstieg in die Kostenfrage hilft unser Ratgeber Energieberatung: Kosten und Förderung.

Der entscheidende Unterschied: die Förder-Kopplung

Hier trennt sich der praktische Nutzen — und hier liegt oft das meiste Geld.

1. Die Beratung selbst ist gefördert

Das BAFA fördert die Energieberatung für Wohngebäude (inklusive iSFP) mit 50 % des Beratungshonorars, maximal 650 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. 850 € ab drei Wohneinheiten (zzgl. 250 € einmalig für die Erläuterung in einer Eigentümerversammlung).

2. Der iSFP-Bonus auf die Umsetzung

Der eigentliche Hebel: Wer Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle auf Basis eines iSFP umsetzt, erhält einen iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten zusätzlich. Der Grundfördersatz für die Gebäudehülle steigt damit von 15 % auf 20 %. Gleichzeitig verdoppelt der iSFP den förderfähigen Höchstbetrag von 30.000 € auf 60.000 € pro Wohneinheit und Jahr. Der Bonus gilt, wenn die empfohlene Maßnahme innerhalb von 15 Jahren nach Erstellung des Fahrplans umgesetzt wird.

Welche Programme (BAFA BEG EM, KfW 458 Heizungsförderung, KfW 261) im Detail greifen, bündelt unser Förder-Ratgeber Heizung & Sanierung (demnächst).

Wann iSFP, wann punktuelle Beratung? — die Entscheidungshilfe

Ihre SituationEmpfehlung
Sie wollen über mehrere Jahre schrittweise saniereniSFP — Fahrplan + 5-Prozentpunkte-Bonus sichern
Sie planen ohnehin mehrere Maßnahmen mit FörderungiSFP — höherer Förderdeckel (60.000 €/WE) lohnt sich
Sie haben eine einzelne, dringende Frage (z. B. Heizung)Punktuelle Energieberatung genügt oft
Sie wollen zunächst nur die Kosten grob einschätzenEnergieberatung / Ersteinschätzung
Sie kaufen/verkaufen und brauchen nur einen NachweisGgf. reicht ein Energieausweis

Entscheidungshilfe: iSFP oder punktuelle Energieberatung?

Für Kauf, Verkauf oder Vermietung ist häufig kein voller iSFP nötig, sondern ein Energieausweis — den Unterschied erklärt unser Vergleich Bedarfs- vs. Verbrauchsausweis.

Wer darf iSFP und geförderte Beratung erstellen?

Beides — geförderte Wohngebäude-Beratung und iSFP — dürfen ausschließlich Fachleute aus der Energie-Effizienz-Experten-Liste des Bundes (dena) erstellen.

Worauf Sie bei der Auswahl sonst achten sollten, steht in Energieberater finden: seriös & unabhängig. Und die typischen Stolperfallen sammelt die häufigsten Fehler bei der Energieberatung.

Ihr nächster Schritt

Unsicher, ob für Ihr Haus ein iSFP oder eine punktuelle Beratung sinnvoller ist? Wir klären das in einer kostenlosen Ersteinschätzung. Rufen Sie an unter 0441 390 111 0.

→ Zur Leistung: Energieberatung

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Häufige Fragen

Ist ein iSFP dasselbe wie eine Energieberatung?
Der iSFP ist eine besondere Form der geförderten Energieberatung für Wohngebäude — mit standardisiertem Fahrplan-Dokument und langfristiger Maßnahmenplanung. Jede iSFP-Erstellung ist eine Energieberatung, aber nicht jede Beratung mündet in einen iSFP.
Lohnt sich der iSFP finanziell?
In vielen Fällen ja: Er sichert 5 Prozentpunkte zusätzlichen Zuschuss auf viele Einzelmaßnahmen und hebt den förderfähigen Höchstbetrag von 30.000 € auf 60.000 € pro Wohneinheit. Förderhöhe richtet sich nach der jeweils gültigen BAFA-Richtlinie; kein Rechtsanspruch. Stand: Juli 2026.
Wie hoch ist der iSFP-Bonus genau?
Der iSFP-Bonus beträgt 5 Prozentpunkte zusätzlich auf förderfähige Einzelmaßnahmen (z. B. Gebäudehülle: 15 % Grundförderung + 5 Prozentpunkte = 20 %). Maßgeblich ist die gültige BEG-EM-Richtlinie des BAFA; kein Rechtsanspruch. Stand: Juli 2026.
Wie lange gilt ein iSFP?
Der iSFP-Bonus kann in Anspruch genommen werden, wenn die empfohlene Maßnahme innerhalb von 15 Jahren nach Erstellung des Fahrplans umgesetzt wird. Stand: Juli 2026; gültige BAFA-Richtlinie maßgeblich.
Was kostet mich die Beratung nach Abzug der Förderung?
Nach dem BAFA-Zuschuss von 50 % verbleibt ein Eigenanteil, dessen Höhe vom Objekt und Aufwand abhängt. Eine konkrete Einordnung geben wir in der Ersteinschätzung; einen Überblick liefert unser Ratgeber zu Energieberatung-Kosten.
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